SSV Bornheim Ü32 drittbestes Team Deutschlands - und das fairste!

Die Ü32 des SSV Bornheim darf sich nach dem dritten Platz beim 13.DAHSCÜ32 drittbestes Ü32 Team Deutschlands nennen.

Aber der Reihe nach.

Bereits der Gewinn der Verbandsmeisterschaft mit dem Sieg der Ü32-Mittelrheinliga 2017 und die daraus resultierende bloße Teilnahme an der inoffiziellen deutschen Ü32-Altherrenmeisterschaft, genannt DeutscherAltHerrenSuperCupÜ32 (DAHSCÜ32) stellte für die Truppe von Trainer Rainer Brandt einen gleichermaßen riesigen wie unerwarteten Erfolg dar.

Am 02.12. machte sich dann eine 2-Mann-Delegation des SSV auf in das 427 km Aalen zur ansässigen TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, seines Zeichens Ausrichter der 13. Auflage des von Mitgründer Friedel Gehrke ins Leben gerufenen Turniers. Losfee Guido Buchwald bescherte dem SSV eine Hammergruppe.

Zwar blieb dem SSV Gruppe die Gruppe G mit den Bundesliga Riesen zugeteilten Teams des FC Bayern München und Hertha BSC Berlin erspart, doch auch in der zugeteilten Gruppe A warteten die gastgebende TSG und der VfB Lübeck (Sieger 2013); des Weiteren der SV Broitzem und der MSV Börde Magdeburg, alle 4 Teams hatten es in den letzten 6 Jahren mindestens einmal in die Top10 dieser Veranstaltung geschafft.

Das Turnier begann (Fr, 08.06.2018)...

Für den SSV lautete die Devise anfangs ausschließlich "Dabei sein ist Alles", man bewegte sich als Erstteilnehmer auf völlig unbekanntem Terrain und es sollte lediglich eine tolle Erfahrung für alle beteiligten werden. Was sich dann allerdings entwickelte, war für alle, die es mit blau-weiß halten, historisch.

Die Vorrunde

  • Einem 1:0 Sieg gegen eine unglaublich starke, gastgebende TSG,
  • folgte ein 0:0 gegen den VfB Lübeck.
  • Nach einem 2:0 gegen des SV Broitzem
  • und einem torlosen Remis gegen den Magdeburger SV Börde
  • stand man bei 3 geschossenen und keinem einzigen kassierten Tor mit 8 Punkten als zweitplatzierter hinter der TSG und vor dem VfB Lübeck im Achtelfinale.

Das Achtelfinale

In der ersten K.O. Runde wartete der stärkste Gegner des Turnierverlaufs, die TSV Fortuna Sachsenross aus Niedersachsen wurde nach einem frühen 1:0 in der 4. Minute und einer im Anschluss aufopferungsvollen Abwehrschlacht mit überragendem blau-weißen Schlussmann niedergerungen.

Das Viertelfinale

Im Viertelfinale musste man die Feldvorteile ebenfalls dem Gegner, dem TSV Eller 04 aus Düsseldorf, überlassen, schaffte es aber, sich mit 1:1 ins Elfmeterschießen zu retten. Hier behielt man ohne SSV-Fehlschuss bei zwei vergebenen Eller-Elfmetern mit 4:3 die Oberhand, nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden, zog ins Halbfinale ein und qualifizierte sich unmittelbar für die 14. Auflage 2019 in Nordhorn (die fünf besten Teams des DAHSC qualifizieren sich automatisch für das Folgejahr). Nicht für mögliches war geschehen, es war wie im Märchen.

Das Halbfinale

Im Halbfinale war man gegen den Helmstedter SV dann überraschenderweise wieder die bessere Mannschaft, konnte die Feldüberlegenheit jedoch nicht in große Chancen oder gar Tore ummünzen, erneut musste das Elfmeterschießen für eine Entscheidung sorgen, diesmal war Fortuna nicht in blau-weiß gekleidet und Helmstedt zog bei einem Fehlschuss gegenüber derer zwei des SSV ins Finale ein.

Spiel um Platz3

Im Spiel bzw. direkten Elfmeterschießen um Platz 3 traf der SSV Bornheim dann erneut auf seinen Auftaktgruppengegner der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, und gewann mit 5:4.


Zusammenfassend bleibt zu sagen: wer als Neuling, für den die bloße Teilnahme der größte Erfolg in der Altherren-Vereinsgeschichte darstellt(e),

  • in 7 Spielen nur ein Gegentor - bei fünf selbstgeschossenen Toren - kassiert,
  • den Pokal für die größte Delegation (51 blau-weiße Fans und Spieler) abräumt
  • und sich dann zusätzlich noch den mit 250 Euro dotierten FairPlay-Preis mit nach Hause nimmt,

muss das erlebte erst einmal sacken lassen, es fühlt sich immer noch an wie im Traum.
 

Fotos (Anlage):

  • Klaus Hartmann (li.) und Christian König (re.) mit Losfee Guido Buchwald im Vereinsheim der TSG
  • Mannschaftsfoto vor dem Turnier
  • Die größte Delegation des Turniers mit dem "Pott" des drittes Platzes
  • Die Pokale und Urkunden, die der SSV abräumte.